Die Inseln und die Inselbewohner

Ærø
Ærø liegt am südlichen Zugang zum Kleinen Belt und ist im Norden von Fünen, im Osten von Langeland, Schleswig-Holstein im Süden und Als im Westen umgeben. Ærø ist eine von Dänemarks kleinsten Inselkommunen. Hier wohnen etwa 6.700 Menschen verteilt in den kleinen Dörfern. In den drei Hafenstädten wurden 2012 in Marstal 2.395 Einwohner, in Ærøskøbing 958 Einwohner und in  Søby 539 Einwohner, gezählt. Ærø ist ein langer Drumlin-Hügel und wurde von Toteis geformt, das die Moränenerde nicht ganz mit sich schleppen konnte. Es hat lange Hügelketten hinterlassen, die in die gleiche Richtung führen, in die sich das Eis bewegt hatte. Ursprünglich war  Ærø in zwei Teile geteilt, so dass Marstal nur durch die Furt Drejet in der Ostsee mit dem Rest Ærøs verbunden war. Erst nachdem Gråsten Nor 1856 eingedämmt wurde, bekam die Marstal-Halbinsel eine feste Straßenverbindung zum übrigen Ærø. Die jetzige Kreisstraße ist erhöht und hinter der Straße und dem gepflanzten Wald liegt das jetzt entwässerte Gråsten Nor, ein großes Wiesengebiet mit vielen unbebauten Gebieten mit großem botanischen Wert. Zwischen den drei Städten und den 14 Dörfern und Höfen ist die Landschaft abwechslungsreich mit Hügeln im Norden und flacherem Land im Süden. Die Insel ist sehr gut geeignet zum Wandern und Radfahren, hat viele gute Badestrände und zieht Angler und Künstler an. Das Inselmeer um Ærø herum und an den drei Häfen der Insel ist ein bevorzugtes Ziel für Segeltouristen.

Avernakø
Avernakø hat eine charakteristische, langgestreckte, zweigeteilte Form und ist sehr hügelig. Sie besteht aus 2 Inseln, Avernakø und Korshavn die durch eine Kurve miteinander verbunden sind. 1937 wurde sie zu einem Straßendamm ausgebaut. Die Insel hat eine Fläche von 586 Ha, ist ca. 8 km lang und liegt im Süden von Faaborg. Wie auf Lyø sind mehrere Orte auf der Insel geschützte Naturgebiete, in denen man die Brutplätze der Vögel vom 1. März bis 15. Juli nicht stören darf (Avernakø Hoved im Westen und Revtrille im Südosten).  Hier auf der Insel kann man während der Sommermonate das seltsame Quaken der Unke hören.

Bjørnø
Bjørnø ist eine kleine Insel mit einer Fläche von 150 Ha, die nur 3 km südlich von Faaborg liegt. Auf der Insel wohnen ungefähr 40 Menschen.  Die Insel ist für das Gebiet ziemlich hoch  und hat eine schöne Natur, die zum Wandern einlädt. Es gibt mehrere Hügel zwischen 16 – 24 Metern Höhe, die gute Aussichtspunkte sind und von der letzten Eiszeit zeugen, als das Eis Erde und Steinblöcke verschob. Auf Bjørnø gibt es einen charakteristischen Vogel, die Uferschwalbe, die in den hohen Klippen am südwestlichen Teil der Insel nistet. Der südöstliche Teil, Holmene und Odden, ist ein schönes Salzwiesen – und Riffgebiet, das geschützt ist. Dieses Gebiet sollte vom 1. März bis zum 15. Juli wegen brütenden Vögeln nicht betreten werden.

Drejø
Drejø hat eine Fläche von 426 ha mit hohen, steilen, lehmigen Abhängen und flachen Salzwiesen. Auf Drejø wohnen 75 Menschen. Die Insel liegt gleich weit von den Inseln Ærø, Fünen und Tåsinge entfernt, deshalb der alte Ausdruck „Die Insel in der Mitte der Erde“. Es gibt viele schöne Aussichtspunkte an der Küste mit Blick über das ganze Inselmeer. Die Insel bietet gute Badestrände und ein gutes Angelgebiet. Einige Trampelpfade führen um die Insel herum, meist an der Küste entlang, wo man das vielfältige Vogelleben beobachten kann. Bei Nørresø am Høllehoved im Nordosten wurde ein Vogelturm errichtet und im Naturschutzgebiet bei Mejlhoved Odde ist der Zugang vom 1. März bis zum 15. Juli begrenzt.

Skarø
Skarø liegt an der Ausfahrt des Svendborgsundes und ist 200 Ha groß. Auf der Insel wohnen ca. 37 Menschen. Die Insel hat gute Badestrände, schön gelegene Rastplätze und Strandwiesen mit vielen  Tieren und Pflanzen. Unter anderem kann man im Mai die seltene Wechselkröte in den Wasserlöchern quaken hören, in denen auch Säbelschnäbler und andere Watvögel ihr Zuhause haben.

Hjortø
Hjortø ist eine der kleinsten Inseln, die 90 Ha groß ist und nur 5 Bewohner hat. Es ist eine ziemlich flache Insel, weshalb rundherum ein Deich gebaut wurde, der das Ackerland beschützt. Der höchste Punkt liegt nur 2 m über dem Meeresspiegel. Das Wasser ist sehr flach und kinderfreundlich mit schmalen und ziemlich steinigen Stränden. Vom nördlichen Teil der Insel kann man zur noch kleineren Insel Hjelmshoved waten, wo zwei Häuser von früherer Besiedlung zeugen. Bei starkem Niedrigwasser kann man auch zu den beiden Inseln Mejlholm und Odden waten, die als Hjortøs Weideinseln für die Tiere genutzt werden – diese Inseln liegen ein wenig weiter östlich in Richtung Tåsinge.

Birkholm
Birkholm ist eine der am dünnsten besiedelten Inseln des südfünischen Inselmeeres mit nur 8 Bewohnern. Die Insel ist 92 Ha groß und ragt nur 1,9 Meter über den Meeresspiegel. Sie liegt nordöstlich von Ærø in einem großen, seichten Gebiet mit den 3 kleinen Inseln Nyland, Store Egholm und Lille Egholm als nächsten Nachbarn. Die natürliche Fahrrinne Mørkedyb, die direkt am kleinen Fährhafen vorbeiführt, ist ein früherer Schmelzwasserstrom aus der letzten Eiszeit und eine häufig benutzte Segelroute, weil das Wasser sonst eher flach und an beiden Seiten steinig ist. Vor nur 70 Jahren lebten 80 Menschen auf der Insel, die ihre eigene Schule, Kaufmann und eine Mühle besaß. Bis 1994 wurde die Insel noch landwirtschaftlich genutzt. Heute grasen dort nur noch Rinder und Schafe. Das Dorf ist von einem 2 km langen und 2,8 m hohem Deich umgeben, der vor Hochwasser schützt. Er wurde nach einer Sturmflut 1872 errichtet, die fast die ganze Insel überschwemmte. Wenn man Glück hat, kann man im flachen Wasser Seehunde entdecken. Dort rasten oft tausende von Schwänen während der Mauser.  

Strynø
Strynø ist eine der etwas größeren Inseln mit einer Fläche von 500 Ha (3x2 km). Der höchste Punkt befindet sich 9 m über dem Meeresspiegel. Sie liegt südlich von Tåsinge und hatte früher 800 Bewohner. Jetzt wohnen dort 216 Menschen, von denen einige Landwirtschaft betreiben und andere ihr eigenes Unternehmen besitzen oder zu den größeren Inseln pendeln. Das südfünische Inselmeer ist eine überschwemmte eiszeitliche Landschaft, bei der die Inseln früher alle zusammenhingen. In der Steinzeit war die Insel Teil eines großen Waldgebietes im Inselmeer mit steinzeitlichen Siedlungen. Reste davon befinden sich immer noch auf dem Meeresboden ca. 200 m vom Hafen Strynøs entfernt und bei ruhigem Wetter kann man sie im flachen, klaren Wasser erkennen. Vor mehreren hundert Jahren gehörte Strynø, wie viele andere kleinere Inseln in Dänemark, zur Krone und wurde als Jagdgebiet benutzt. Damals war die Insel komplett bewaldet.

Lyø
Lyø liegt südwestlich von Faaborg und ist die westlichste Insel des südfünischen Inselmeeres. Sie besteht aus zwei Inseln, Avernakø und Korshavn, die durch eine 1937 zum Straßendamm ausgebaute Kurve miteinander verbunden sind. Die Insel ist 586 Ha groß und ca. 8 km lang. Auf der Insel wohnen ca. 100 Menschen. Wie auf Lyø sind mehrere Stellen auf der Insel Naturschutzgebiete, die man aufgrund brütender Vögel vom 1. März bis 15. Juli nicht betreten sollte, dazu gehören Avernakø Hoved im Westen und Revtrille im Südosten. Die Insel hat eine sehr abwechslungsreiche Landschaft, flach im Westen und hügelig im Osten mit zwei üppigen Tunneltälern und schönen Aussichtspunkten von der Mitte der Insel bis über Horneland im Norden und Richtung Als im Süden. Das schöne und einzigartige Dorf in der Mitte der Insel ist unter Denkmalschutz mit mehreren geschützten Gebäuden und einem Dorfteich.

Lesen Sie mehr über die Inseln auf „Das südfünish Inselmeer“. 

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Links zu einigen Homepages der Inseln
Ein Inselmeer der Weltklasse – Aktivitäten auf den Inseln jetzt und in der Zukunft

Eis von Skarø

Karte über das Inselmeer

Karte über das Inselmeer

Auf der Karte über das Fünische Inselmeer finden Sie Inspiration für Aktivitäten auf eigener Faust, zum Beispiel Kajakfahren, Tauchen, Reiten, Wandern, Wind- und Kitesurfen, Angeln, Unterseejagd, Radfahren, Klettern und Segeln. Es gibt auch Vorschläge für Touren – auch mit Kindern – zu den vielen Ausflugszielen im südfünischen Inselmeer.

Das Alles finden Sie zusammengefasst auf einer detaillierten Karte über das fünische Inselmeer.