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Gewandnadel aus dem Skt. Jørgensparken

Eine mehr als 31 cm lange Gewandnadel aus Silber wurde 1857 unter dem heutigen Skt. Jørgensparken gefunden. Mit ihrer reichen Verzierung und einem Gewicht von 356 Gramm ist sie ein eindrucksvolles Beispiel für das Kunsthandwerk der Wikingerzeit – und ein Hinweis auf Verbindungen, die weit über Fünen hinausreichten.

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Silberne Gewandnadel aus der Wikingerzeit, gefunden im Skt. Jørgenspark
Odense, Fünen und die Inseln
Vorzeitdenkmäler & Ruinen
Foto: Søren Greve

356 Gramm Wikingersilber

Die Gewandnadel kam beim Lehmabbau an der damaligen Ziegelei Skt. Jørgens Teglværk zum Vorschein. Sie besteht aus Silber und ist unter anderem mit vergoldeten Tierfiguren und Niello verziert – einer schwarzen Masse, mit der eingravierte Muster hervorgehoben wurden.

Ihre Größe, die Menge an Silber und die aufwendige Verarbeitung zeigen, dass es sich um ein kostbares Schmuckstück handelte. Wahrscheinlich wurde die Nadel sichtbar an der Kleidung getragen und hatte nicht nur eine praktische Funktion, sondern konnte auch etwas über den Status ihres Besitzers oder ihrer Besitzerin aussagen.

Ein Schmuckstück mit Verbindungen nach Norden und Westen

Die Gewandnadel ist im dänischen Kontext ungewöhnlich. In Dänemark wurden einige Fragmente ähnlicher Nadeln gefunden, doch das Exemplar aus dem Skt. Jørgensparken ist das einzige vollständig erhaltene Stück dieses Typs.

Die nächsten Parallelen finden sich in Norwegen und in Teilen der Britischen Inseln, wo norwegische Wikinger eine bedeutende Rolle spielten. Der Fund erzählt damit von einer Wikingerzeit, in der Menschen, Waren und Ideen über große Entfernungen hinweg unterwegs waren.

Im Gebiet bei Ejby Mølle, unweit des Fundorts, haben Archäologen außerdem Spuren einer wikingerzeitlichen Siedlung gefunden. Ob die Gewandnadel mit den Menschen dort in Verbindung stand, wissen wir nicht. Sie ist jedoch ein weiterer Hinweis auf das Leben östlich des frühen Odense.

Ein Fund unter der modernen Stadt

Heute ist der Skt. Jørgensparken eine Grünanlage in Odense, und an der Oberfläche deutet nichts auf den bemerkenswerten Silberfund von 1857 hin. Die Gewandnadel erinnert deshalb daran, wie viel wir durch Gegenstände, die zufällig oder bei archäologischen Ausgrabungen aus dem Boden kommen, noch über die Wikingerzeit erfahren können.

Heute kannst du die Gewandnadel im TID – Museum for Odense sehen.

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Skt. Jørgensparken

5000 Odense C

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