Oceania, Skulptur
Mitten auf dem Flakhaven, direkt vor dem Rathaus von Odense, liegt Oceania, groß, nackt und kaum zu übersehen. Die monumentale Bronzeskulptur des dänischen Künstlers Svend Wiig Hansen prägt seit 1992 das Stadtbild und gehört zu den Kunstwerken, die gleichermaßen Neugier wecken und Diskussionen auslösen.


Eine monumentale menschliche Figur
Oceania wurde von dem dänischen Künstler Svend Wiig Hansen geschaffen, der sich in weiten Teilen seines Schaffens mit dem menschlichen Körper sowie mit Themen wie Liebe, Fruchtbarkeit und der menschlichen Existenz beschäftigte.
Die Skulptur ist etwa 2,5 Meter hoch und mehr als fünf Meter lang. Die liegende Frauenfigur besteht aus Bronze und wurde direkt auf dem Pflaster des Flakhaven ohne einen klassischen Sockel aufgestellt. Das war eine bewusste Entscheidung. Wiig Hansen wollte, dass das Werk den Menschen nahe ist und nicht erhöht und unnahbar wirkt.
Diese Entscheidung hat deutliche Spuren hinterlassen. Im Laufe der Jahre sind viele Kinder auf Oceania geklettert, und an mehreren Stellen ist die Bronze durch die Berührungen unzähliger Hände und Füße blank poliert worden. Schon bei der Enthüllung begannen Kinder, die Skulptur als Teil des Platzes zu nutzen, was den Künstler den Überlieferungen zufolge besonders freute.
Warum heißt sie Oceania?
Der Name Oceania verweist sowohl auf das Meer als auch auf die Mythologie und Symbolik, mit denen Svend Wiig Hansen arbeitete. Zu seinen Inspirationen zählten unter anderem die monumentalen Figuren der Osterinsel sowie die Geschichte der Aphrodite, die in der griechischen Mythologie aus dem Schaum des Meeres geboren wurde.
Deshalb wird Oceania auch mit Fruchtbarkeit, Liebe und Weiblichkeit verbunden, Themen, die sich wie ein roter Faden durch Wiig Hansens Werk ziehen.
Eine Skulptur, die für Diskussionen sorgte
Oceania wurde 1992 auf dem Flakhaven enthüllt und löste von Beginn an Diskussionen aus. Die große und kraftvolle Frauenfigur traf nicht jeden Geschmack, und sowohl ihre Gestaltung als auch ihr prominenter Standort vor dem Rathaus wurden intensiv diskutiert.
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