Wanderung auf dem Schlachtfeld.

Foto: VisitNyborg / Kristian Lilholt
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Slotsgade 34

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Historische Wanderung. Verlässt man die eindrucksvolle Wallanlage hinter Schloss Nyborg und folgt dem Pfad entlang der malerischen Ladegårds Å, so begibt man sich auf eine Wanderung durch die dänische Geschichte. Hier fand 1659 eine der größten und wichtigsten Schlachten zwischen Dänemark und Schweden statt. Schaut man über die Felder, wo das dramatische Ereignis sich abspielte, so spürt man noch heute unter dem Gesang der Vögel das Getrappel der Pferdehufe, sieht die marschierenden Kolonnen im leichten Dunst über die Hügel anrücken, hört die Schreie und wie ein fernes Gewitter das Grollen der Kanonen und der Musketen. 20.000 Mann stießen hier zusammen – und über 3.000 fielen. Das dänische Heer und seine Alliierten siegten.  

Die Wanderung zum Schlachtfeld beginnt bei Schloss Nyborg. Dänemark und Schweden hatten Jahrhunderte lang Kriege gegeneinander geführt. Dänemark war lange die dominierende Macht gewesen, aber Mitte des 17. Jahrhunderts hatte Schweden diese Position übernommen. Um die Entwicklung zu wenden, erklärte König Frederik III. von Dänemark 1657 Schweden den Krieg. Um ein Haar wäre Dänemark in das schwedische Großreich eingegliedert worden, überlebte jedoch als selbständiger Staat – u. a., weil es gelang, die Schweden am 14. November 1659 auf diesen Feldern zu besiegen. Die Verluste waren hoch. Aber die Dänen errangen einen großen Sieg. Trotz des Sieges mussten Skåne, Halland und Blekinge, die 1658 verloren gegangen waren, bei den Friedensverhandlungen 1660 an Schweden abgetreten werden – nicht zuletzt, weil die damaligen Großmächte dies verlangten. Der Weg wurde anlässlich der 350-Jahr-Feier der Schlacht bei Nyborg hergerichtet und ist nun Teil der Erzählung über die dramatischen, einschneidenden Ereignisse, die sich vor den Toren der Stadt abspielten. Weiter auf dem Wanderweg zum Aussichtspunkt bei Svenskehøjen. Eine Ortslegende berichtet, dass im Svenskehøjen, der gut sichtbar mitten auf dem Schlachtfeld liegt, die Leichen von über 2000 Soldaten in schwedischen Diensten begraben sind.

In Wirklichkeit stammt der Hügel aus der Bronzezeit. Genau hier, wo die dänischen Truppen die schwedischen Stellungen durchbrachen, fanden jedoch harte und entscheidende Kämpfe statt. 2009 begann Østfyns Museer eine archäologische Untersuchung des Schlachtfeldes. Der Verlauf der Schlacht zeichnet sich noch heute in der Landschaft ab, so dass man die Ereignisse hautnah verfolgen kann. Das brachte neue Erkenntnisse über die Aufstellung der Schweden. Auf dem bekanntesten Kupferstich, der die Schlacht abbildet, verläuft die Front vom Hjulby-See nach Skabohuse an der Küste.  Eine bisher unbeachtete Zeichnung von 1663 des schwedischen Ingenieurs Carl Heinrich von der Osten, der an der Schlacht teilnahm, zeigt jedoch deutlich, dass die Front nur halbwegs zur Küste zum Wald hinüber verlief, der auf der anderen Seite der Felder zu erkennen ist. Genau hier passierte es! Weiter zum nächsten Punkt am Hjulby-See. Damals war das Gelände feuchter. Moorgebiete und Wasserlöcher waren Teil der schwedischen Verteidigungswerke. Hinzu kam die „Fossa“, ein ausgehobener Graben, der sich vom Hjulby-See bis zu einem heute trockengelegten See beim Wald Borgerskoven erstreckte. Das dänische Heer überwand die Sperren dicht am See und durchbrach die schwedischen Linien nach sehr schweren Kämpfen um den Svenskehøjen. Die Schweden flohen nun in die Stadt zurück. Hier ergaben sie sich nach einem heftigen Bombardement am nächsten Tag.  

Schlachtfeld Svenskehøjen Schloss Nyborg: Von Schloss Nyborg bis zur letzten Informationstafel sind es 3 km. Die gesamte gekennzeichnete Route ist 4,5 km lang. Der Weg ist gelb gekennzeichnet. Der hellgelb markierte Teil des Weges ist in den Sommermonaten am besten begehbar. Die Wanderung zum Schlachtfeld vor Nyborg beginnt bei Schloss Nyborg.   Der Weg folgt ab Nyborg der Ladegårds Å vorbei am Hjulby-See. Der Wasserlauf fließt auf dem Boden eines Schmelzwassertals der letzten Eiszeit, die vor ca. 10.000 Jahren endete. Die umliegende Landschaft besteht aus flachen Moränenhügeln.   Der westliche Teil der Ladegårds Å ist ein künstlicher Wasserlauf, der um 1200 geschaffen wurde, um die Mühlen in Nyborg mit Wasser zu versorgen. Jahrhundertelang stritten sich die Bauern von Kullerup mit den Nyborger Müllern um das Wasserrecht. Auf einem Teil der Strecke verläuft der Weg auf dem Eisenbahndamm Nyborg-Ringe-Bahn. Die Eisenbahn verkehrte 1897-1962. Bei der Anlage der Bahn wurden auf der Strecke entlang der Ladegårds Å umfangreiche Erdarbeiten ausgeführt. Westlich vom Ladegårdsvej verläuft der Weg über die Ländereien des Guts Juelsberg. Wald, bestellte Felder, Moore und Wiesen wechseln sich ab. Am Hjulby-See kann man den eleganten Flug der Rohrweihe beobachten. Im frühen Frühjahr sind Schwärme rastender Gänse zu sehen. Einige bleiben am See, um zu brüten. Im Frühjahr hört man den bezaubernden Gesang der Nachtigall, und auf den keimenden Feldern ist der Kiebitz zu sehen.   Schloss Nyborg ist die älteste erhalten gebliebene mittelalterliche Königsburg Dänemarks. Es wurde in den 1170er Jahren gegründet und war Tagungsort des dänischen Parlaments, des Danehofs, und später königliche Residenz in Dänemarks mittelalterlicher Hauptstadt. Hier kann man noch dieselben Räume betreten, in denen die erste dänische Verfassung unterschrieben und die letzten Königsmörder verurteilt wurden, wo die mächtigsten Männer des Reiches zum Parlament zusammenkamen und Thronerben und Könige Hof hielten. Die Festung Nyborg wurde in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts angelegt. Das Schloss verlor seine eigentliche militärische Bedeutung und verfiel. 1722 wurden das Palastgebäude und die Reste des Ostturms als Arsenal und Pulvermagazin der Garnison der Festung Nyborg eingerichtet. Sie erstreckte sich um die ganze Stadt herum und gehörte zu einem Festungsgürtel quer durch Dänemark, der bis 1913 ein zentraler Teil der Reichsverteidigung war.    

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